ExperteTraining

Hallo Leute,
nachdem ich in den Oktobertipps bereits die Kälte angekündigt habe, ist diese nun eingetroffen. Und so mancher meiner Sportler bekommt „kalte Füße“. Dabei ist es so schön in der Natur, dass man sich eigentlich nicht von November bis März zum Trainieren in den Keller begeben muss.

Heute geht es also darum, welche Fehler zu schnell auskühlenden Gliedmaßen führen. Das gilt im Prinzip auch für die Hände.

Zuerst einmal gibt es Stoffe wie Metall, die die Kälte besonders gut weitergeben. Z.B. Bremsgriffe aus Metall, Pedal/Clead Verbindung aus Metall. Von Kalt nach wärmer bedeutet das: Pedal und Clead aus Metall = Kältebrücke. Pedal Metall/ Clead Kunststoff = keine Kältebrücke, also wärmer. Bärentatzen/Winterstiefel = idR. am wärmsten.

Wärme erhält der Fuß in erster Linie durch Blut das zirkuliert. Kann das Blut nicht zirkulieren, wird der Fuß schnell kalt! Also sorgen wir zuerst mal für Zirkulation. Dazu braucht der Fuß BEWEGUNGSFREIHEIT! Jeder bisschen Druck auf den Fuß reduziert die Zirkulation erheblich. Druck/Enge ist unbedingt zu vermeiden!

Ein häufiger Fehler: Isolation zwischen Fuß und Schuh in Form von Einlagen und Socken. Damit wird es häufig viel zu eng im Schuh. Es geschieht genau das Gegenteil, von dem was gewünscht wird. Isolation gehört außen um den Schuh nicht nach innen.
Der zweite schwerwiegende Fehler, ist Feuchtigkeit. Jede Form von Feuchtigkeit, die z.B. durch Schweiß an einem Anstieg entsteht, kühlt das Körperglied bei der nächsten Abfahrt extrem aus. Gerade bei Handschuhen werden oft viel zu dicke und wenig Atmungsaktive verwendet. Ein dünner Strickhandschuh hält bei solchen Bedingungen viel besser warm, als ein regendichter Handschuh mit Windstopper.

Ist es regnerisch, sollte man keine langen Strümpfe tragen, die wirken wie ein Docht, und ziehen die Nässe in den Schuh. Die Hose über den Schuh, damit das Wasser vom Bein nicht in den Schuh laufen kann.

Wenn es dann doch mal dazu kommt, dass die Füße abgestorben sind. Anhalten an einem Hang das Rad abstellen und einige 1-minütige Sprints zu Fuß den Hang hinauf. Da werden die Füße garantiert warm.

Zum Aufwärmen zu Hause niemals warmes Wasser verwenden. Sondern erst mal kaltes Wasser, denn der Fuß muss langsam erwärmt werden. Sonst werden die Schmerzen unerträglich.

Viel Spaß in der Natur

Wolf-Thorsten Witt
witttraining
www.witt-training.de

Übertreibe nicht. Ich empfehle vor dem Training/Rennen grundsätzlich eine ärztliche Sporttauglichkeitsprüfung machen zu lassen und am besten eine Leistungsdiagnostik, damit die Trainingsbereiche auch wirklich passen.

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