ExperteTraining

Wir lesen in den Gazetten häufig vom „Sweetspot“ Training. Schaut man in die Studien der Sportwissenschaftler zu diesem Thema, dann findet man keine genaue Definition für den „Sweetspot“. Im Prinzip geht es um den Punkt an dem das Training am effektivsten wirkt.

Ich bin da ein Verfechter der Ansicht, dass Belastungen die in Wettkämpfen gefordert werden auch sehr gut im Training wirken. In Trainingsplänen finden wir häufig Anweisungen für Intervalle, die das mehrfache, idR. langweilige Befahren eines einzelnen Straßenstücks, bedingen. Z. B. 5 x 4 Min EB mit je 2 Min aktive Pause in G1.

Jetzt ist es im Rennen ja auch nicht so, dass das Feld immer den gleichen Berg hoch und runter fährt. Deshalb seit beim Training kreativ, überlegt was bei Euren Wettkämpfen gefordert wird, wo eure Begrenzer dabei liegen und gestaltet dann das Training kreativ. Es gibt so viele Möglichkeiten eine Strecke zu wählen bei der ihr abwechslungsreich Intervalle trainieren könnt. Kombiniert Berg mit Technik und Ausdauer. Fahrt lieber mal eine Stunde richtig hart eine Rundstrecke oder z. B. Lange Anstiege im Wechsel aus G2 und EB. Auch K3 mit anschließenden Sprint und folgendem Downhill simuliert eine typische Rennsituation, wenn alle als erste in den Trail wollen.

Viel Spaß beim Training!


Wolf-Thorsten Witt
witttraining
www.witt-training.de


P.S. Intervalltraining Sweetspot

Nutze die erste halbe Stunde Deines Trainings zum warm fahren. Fahre locker und bringe den Kreislauf mit drei bis vier Temposteigerungen über je ca. eine Minute in Schwung.

Für den Hauptteil sucht man sich am besten eine etwa zwei bis drei km lange Runde. Z. B. eine Kombination aus einem etwa 300 m langen steileren Anstieg und einem kleinen Trail Downhill sowie einem schnellen welligen Stück. Auf dem MTB kann der Untergrund abwechslungsreich sein.
Diese Runde fahrt ihr jetzt eine Stunde im Kreis. Und zwar am Anstieg immer maximal. Dann in den technischen Downhill und den Rest der Runde an der anaeroben Schwelle. Kann man sehr gut mit mehreren Sportlern zusammen machen!

Anschließend ausreichend ausfahren im G1.
Die Belastung entspricht einer Hiit Einheit bzw. einem XCO Rennen.

Achtung nur für gesunde und trainierte Sportler. Übertreibe nicht. Ich empfehle vor dem Training grundsätzlich eine ärztliche Sporttauglichkeitsprüfung machen zu lassen und am besten eine Leistungsdiagnostik, damit die Trainingsbereiche auch wirklich passen.

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