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Es fühlt sich an wie das tägliche Weckritual am Morgen, man kommt nicht aus den Federn. Die meisten zumindest und ohne einen Kaffee erst gar nicht in Schwung. Dann ist es auch noch kalt, nass, windig und dunkel. Da bleibt man am liebsten liegen und wartet auf bessere Zeiten.

 

Nun macht der Mensch ja keinen Winterschlaf, und so müssen wir uns der Realität stellen. Es ist einfach schwer, nach einer Ruhepause wieder in die übliche Trainingsroutine zu kommen. Zu allem Überfluss sind die Rahmenbedingungen des eigenen Körpers auch noch schlechter geworden, mehr Fett weniger Leistungsfähigkeit gleich Frustration!

Da hilft es, die Trainingstermine im Kalender zu fixieren und als festen Bestandteil des Tagesablaufs einzuplanen. Dabei beachten, dass die Umfänge und Trainingsorte auch machbar sein sollten, z. B. Dunkelheit, Wetter usw. bedenken.

November und Dezember eignen sich wunderbar um alternatives Training mit einzuplanen, z. B. Vereinstraining (Athletik, Ballspiele) einmal die Woche, Krafttraining mit freien Gewichten und Athletiktraining im Studio oder zu Hause. Langlaufski am Wochenende anstatt Grundlagentraining auf dem Rad, Lauftraining unter der Woche anstatt Rollentraining im Keller.

Eine Woche könnte zum Beispiel so aussehen: 2 x Athletik mit Kraft je 1 Std, 1 x Alternativtraining Ballsport und Athletik, 1 x Joga oder Pilates, 1 x Jogging am Abend, 1 x Rollentraining, 1 x Langlaufski am Wochenende.

So ist der Anteil am Radfahren gering und trotzdem kann Muskulatur und Herz-Kreislaufsystem in Schwung gebracht werden. Nach und nach, je nach Wetter und zeitlichen Möglichkeiten wird das alternative Training durch Training auf dem Rad ersetzt, bzw. ergänzt.

Es ist auch immer motivierend und führt zu einer gewissen Verpflichtung, wenn man sich mit anderen Sportlern verabredet, bzw. wenn ich als Trainer mit meinen Sportlern Trainingseinheiten vereinbare und der Sportler mir bei nicht Durchführung der Einheit mitteilen darf, warum er das jetzt nicht gemacht hat.

Zusammenfassend: Plan machen, feste Termine, Abwechslung, Verabredungen, Kontrolle!

 

Wolf-Thorsten Witt
witttraining
www.witt-training.de

 

P.S. Trainingseinheit: Grundlage Beispielhaft

Grundlagentraining sollte auf dem Rad wenigstens 2,5 Std. dauern, auf der Rolle 90 Minuten.

Das Grundlagentraining eignet sich gut um ab und zu mal einen Ortschildsprint zu integrieren. Der sollte aber nicht länger als 6 Sek. Dauern, damit die Laktatproduktion nicht hoch schnellt. Oder Trittfrequenz Variationen einbauen, alle 5 Minuten die Tf. Um 5 U/min ändern. Range von 90–120 U/min je nach Können.

 

Achtung nur für gesunde und trainierte Sportler, mit entsprechend hohem Kalorienumsatz. Übertreibe nicht. Ich empfehle vor dem Training grundsätzlich eine ärztliche Sporttauglichkeitsprüfung machen zu lassen und am besten eine Leistungsdiagnostik, damit die Trainingsbereiche auch wirklich passen.

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