ExperteTraining

„Ich verliere gegenüber den Anderen viel Zeit, obwohl ich eigentlich sehr stark bin“. Was ist zu beachten und wie kann man seine „Hausaufgaben“ so gestalten, dass Ergebnis und Leistungsfähigkeit harmonieren?

In diesem Artikel geht es nicht so sehr um das Training vor dem Wettkampf, sondern viel mehr um die vielen kleinen Dinge, die eine bessere Performance ohne höhere Leistung ermöglichen.

Wie sieht es mit der Versorgung bei dem Rennen aus? Aus Streckenlänge und Höhenmetern und idR. Vorjährigen Ergebnislisten muss zuerst einmal die voraussichtliche Fahrzeit ermittelt werden. Aus dem Ergebnis ergibt sich der Bedarf an Trinkflaschen und evtl. notwendigen Stopps zur Nahrungsaufnahme. Werden bei dem Wettkampf Flaschen gereicht? Reicht mir eine Flasche von Depot zu Depot? Gibt es jemanden der mir an der Strecke Falschen reichen kann? Eine Flasche oder zwei Flaschen am Rad? Den Unterschied merkt man am Berg deutlich. Ziel sollte sein, so wenig wie möglich anhalten zu müssen bei gesicherter Versorgung.

Strecken Kenntnis ist super wichtig. Muss ich beim Start vorne stehen und schnell starten, weil eine Engstelle mit Staugefahr kommt? Gibt es Passagen die freie Fahrt erfordern oder ist Windschatten wichtig? Gibt es gefährliche Stellen, die ich kennen sollte? Wie ist der Untergrund beschaffen? Das Unbekannte macht immer langsam! Alte MTB Regel, vor dem Rennen: Streckenprofil und Streckenkarte studieren und auf jeden Fall die ersten Kilometer abfahren. Besser noch am Vortag die Strecke oder zumindest Teilen der Strecke besichtigen. Informationen zur Strecke im Internet, Team oder Freundeskreis zusammentragen.

Gewicht ist immer ein Thema. Da werden super leichte Hardtails gekauft und beim Rennen wird das Bike bepackt wie ein Maulesel. Achtet bei der Ausrüstung genauso wie beim nackten Rad auf das Gewicht und stattet euch für das Rennen nur so aus, wie es unbedingt notwendig ist. Werkzeug, Satteltaschen usw. nur was ihr auch tatsächlich braucht. Je nachdem wie euer Ziel definiert ist, braucht ihr weniger oder mehr Ausrüstung. Fährt man auf Sieg bei einer Kurzstrecke, dann kann man es riskieren überhaupt nichts mitzunehmen. Bei einem langen Point to Point Rennen über viele Stunden im hoch alpinen Raum muss man für bestimmte Eventualitäten gerüstet sein. Defekte und Wetterumschwünge!

Apropo Wetter, Selbstverständlich ist bereits im Vorfeld zu klären wie die Wetterbedingungen sein werden. Davon sind die Ausrüstung und die Kleidung sowie auf jeden Fall die Wahl der Brille/Gläser abhängig. Nichts sehen können, ist keine gute Option. Unbedingt bei schlechtem Wetter auch die Belagsstärke der Bremsbeläge prüfen.

Viel Spaß beim Rennen!

Wolf-Thorsten Witt
witttraining
www.witt-training.de

Übertreibe nicht. Ich empfehle vor dem Training/Rennen grundsätzlich eine ärztliche Sporttauglichkeitsprüfung machen zu lassen und am besten eine Leistungsdiagnostik, damit die Trainingsbereiche auch wirklich passen.

Schreibe einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Pflichtfelder sind mit * markiert.

Beitragskommentare