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Immer wieder klagen meine Athleten über Lampenfieber. Auch Sportler, die schon viele Jahre Wettkämpfe bestreiten, kämpfen mit unterschiedlichsten Problemen. Das wären zum Beispiel: Schlechter Schlaf, kein Hunger, druck Gefühl im Magen, Angst, Durchfall, Nervosität, Stress.

Jeder reagiert anders und es gibt kein Patentrezept gegen diese unangenehmen Reaktionen des eigenen Körpers. Aber, bestimmte Verhaltensweisen können diese Renn Begleiterscheinungen zumindest abmildern.

Zuerst einmal ist es wichtig so etwas überhaupt zu erkennen und dann auch im Kopf zu akzeptieren. Z.B.: „Ich schlafe vor dem Rennen schlecht.“ „Ok, dass ist so, macht aber nichts, das kann ich akzeptieren!“

So baut ihr nicht gleich Stress auf. Bleibt ruhig. Etwas Meditation kann Wunder wirken.

Ruhiger ist grundsätzlich das Stichwort. Denn diese Probleme kommen dadurch, dass ihr schon lange vor dem Rennen in den „Angriffsmodus“ schaltet. Und so der notwendige „Regenerationsmodus“ nicht aktiviert werden kann.

Ihr lauft bereits lange vor dem Rennen vor dem Sebelzahntiger weg. Allerdings nur in Eurem Kop und das macht Probleme. Zumal der Sebelzahntiger ausgestorben ist!

Häufig hilft es eine Routine zu absolvieren, die jeden Stress vermeidet. Alle Vorbereitung und jegliche Organisation sollte in den immer gleichen Abläufen stattfinden. Organisiert Euch so, dass die Zeit vor dem Rennen als immer gleiches Ritual abläuft.

Angst hat man häufig vor dem unbekannten, da hilft es die Strecke zu kennen. Aber das funktioniert idR. nur mit Selbsterfahrung. Nicht mit den Informationen von Freunden oder aus dem Internet. Das führt meistens zu noch mehr Stress. Da hier sehr subjektiv und blumig geschildert wird, mit anderen Worten „Die Suppe wird nicht so heiß gegessen, wie sie gekocht wird.“

Also, schön ruhig bleiben, Lampenfieber akzeptieren und keine Hektik. Dann wird das schon. Und schon gar keine Medikamente zur Beruhigung verwenden. Die Nebenwirkungen schaden beim Rennen mehr, als es vorher geholfen hat.

 

Viel Spaß beim Training

Wolf-Thorsten Witt
witttraining
www.witt-training.de

 

P.S. Wettkampf Vorbereitung am Vortag des Rennens

Mache Dich mit der Strecke vertraut, besonders die Ersten und letzten km anschauen. Fahre 60-90 Minuten Teile der Strecke ab.

Belastung locker im G1. Baue drei bis vier kurze intensivere Intervalle von je etwa 3 Minuten im EB ein.

Auch wenn es am Anfang des Rennens lange bergauf geht, ist es gut bis zur ersten Kuppe zu fahren. Das kann dann ruhig im G2 gemacht werden. Am Renntag kennt ihr dann den Anstieg schon und es kommt euch viel kürzer vor.

Ausnahme sind Anstiege die länger als 1 Stunde sind. Die würde zu viele Körner kosten.

 

 

ACHTUNG nur für gesunde und trainierte Sportler. Übertreibe nicht. Ich empfehle vor dem Training grundsätzlich eine ärztliche Sporttauglichkeitsprüfung machen zu lassen und am besten eine Leistungsdiagnostik, damit die Trainingsbereiche auch wirklich passen.

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