Experte

“Irgendwann ist es mal zu viel”, versucht euch euer Körper mitzuteilen! Aber das bemerkt ihr gar nicht. Nein, ihr interpretiert die Signale auch noch falsch und macht das Gegenteil von dem was helfen würde.

Hier einige Tipps bezüglich erkennen und richtiges reagieren:

 

1. Kontinuierliches Training über mehrere Monate: Ihr trainiert seit Monaten durchgängig. Fahrt regelmäßig Rennen. Habt schon gute Ergebnisse eingefahren. Aber in den letzten Wochen war das alles schon nicht mehr so richtig locker. Erster Marker für das Überschreiten des Zenits. Es folgen weitere typische Merkmale.

2. Häufig Lustlosigkeit zum Trainingsstart: Schon wieder Training, trotz tollem Wetter, so richtig Lust habt ihr nicht, wenn ihr mal auf dem Rad sitzt, macht es trotzdem Spaß. Aber vorher macht ihr tausend Sachen die den Start heraus zögern, eigentlich relativ unbewusst.

3. Veränderte HF: Die Herzfrequenz ist irgendwie nicht passend zur Leistung. Als wenn da jemand auf die Bremse tritt. Leistung ist da, aber erst wenn ihr mal so richtig reinhaut, dann läuft häufig die Herzfrequenz auch ordentlich. Es ist viel schwerer als noch vor wenigen Wochen, die HF hoch zu ziehen. Das ist von Athlet zu Athlet aber sehr unterschiedlich.

4. Spritzigkeit fehlt: Grundlage geht super, am Berg ist die Leistung auch noch gut. Aber im Sprint da sieht es schon anders aus. Leistungen die an der (Kotzgrenze) liegen, könnt ihr nicht mehr erbringen. Viel zu wenig Watt für diese Schmerzen.

5. Erholung Muskelschmerz: die Muskeln schmerzen auch nach dem Training. Erholung dauert immer länger, bzw. mann fühlt sich gar nicht mehr wirklich erholt nur so zu 75 % vielleicht.

6. Schlechte Ergebnisse: Eigentlich geht es im Wettbewerb noch gut, aber so richtig am Maximum ist sehr schwer, und funktioniert auch nicht immer. Das kann man jetzt vielleicht schon an den Ergebnissen sehen, die sind jetzt eventuell nur noch so bei 90% von dem, was Du eigentlich drauf hast.

 

Das sind die Marker für eine notwendige Pause! Dann ist es am besten folgendes zu tun:

1. Pause: Eine aktive Pause von wenigstens 8 Tagen besser 12-14 Tagen ist das beste Mittel, um nach dieser Erholung wieder richtig fit für die zweite Saisonhälfte zu sein. Nicht den Sport gegen das Sofa tauschen, oder gegen viel mehr Arbeit als üblich sondern gegen aktive Erholung. Unten sind einige Beispiele aufgeführt.

2. Grundlage: Nach der Ruhephase wird ein Block mit Grundlagentraining absolviert. Über die Länge dieses Blocks gibt es viele unterschiedliche Meinungen, es ängt von der Saisonplanung und auch den individuellen Fähigkeiten und Lebenskilometern des Sportlers ab. Zwei bis drei Wochen stehen häufig zur Verfügung. Es wird Grundlagentraining wie in der Vorbereitungsphase gemacht.

3. Durchstarten: Um wieder in Wettkampfleistungsfähigkeit zu kommen, bedarf es einiger intensiver Trainingseinheiten. Je nach zeitlichen Rahmen bis zum ersten richtigen Wettkampf so ein bis zwei Wochen. I. d. R. Trainingseinheiten die sich auf die Anforderungen des Wettkampfes beziehen.

So, ich habe fertig, lasst die Seele baumeln 🙂

 

Wolf-Thorsten Witt
witttraining
www.witt-training.de

 

P.S. möglicher Ablauf Regenerationstage

Morgens, vor dem Frühstück 20 Minuten Spaziergang, kann man gut mit Gang zum Bäcker oder wenn vorhanden dem Hund ausführen verbinden.
Über den Tag, wenigstens noch 1 x 30 Minuten Spaziergang. Alternativ 45 Minuten locker Rad fahren oder 30 Minuten Bahnen schwimmen.

 

Achtung nur für gesunde und trainierte Sportler, mit entsprechend hohem Kalorienumsatz. Übertreibe nicht. Ich empfehle vor dem Training grundsätzlich eine ärztliche Sporttauglichkeitsprüfung machen zu lassen und am besten eine Leistungsdiagnostik, damit die Trainingsbereiche auch wirklich passen.

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